Die sichere Geburt

Wozu Hebammen?

Die Fortschrittlichkeit und Zukunftsfähigkeit eines Landes

lässt sich daran messen, wie es mit Geburten umgeht.*

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Die sichere Geburt - Wozu Hebammen?Der Film geht der Frage nach, was eine physiologische Geburt sicher macht und wodurch sie gestört wird. Was sind die Folgen von Interventionen auf den Geburtsverlauf, für Mutter und Kind und möglicherweise für die zukünftige Gesellschaft?

 

Ein provokanter Titel.

Gibt es überhaupt so etwas, wie eine sichere Geburt? Wofür brauchen wir Hebammen?

Der Titel des Filmes soll diejenigen ansprechen, die planen, für eine Geburt in ein Krankenhaus zu gehen. Das sind in Deutschland 98% aller Gebärenden. In Krankenhäusern wird oft sehr viel interveniert. Die Frau wähnt sich im Krankenhaus sicher. Die Interventionen finden oft aus einer "forensischen Unsicherheit" heraus statt, um Prof. Dr. Rainhild Schäfers zu zitieren. Falls doch was passiert, will man wenigstens durchgehend die Daten nachweisen können. Interventionen finden aber auch statt, weil die Personaldecke in Krankenhäusern immer dünner wird und eine 1:1 Betreuung einer Schwangeren unter der Geburt überhaupt nicht möglich ist. So werden Wehen beschleunigende und Wehen hemmende Mittel gegeben, gerade, wie die Personalpräsenz es eben braucht oder zulässt. Die Geburt eines Kindes, und die Bedürfnisse der Frau unter der Geburt, müssen sich in in den meisten Kliniken nach dem Arbeitsplan der Belegschaft richten.

 

Aber es gibt nicht nur die medizinischen Interventionen.

Der Film will aufzeigen, wie empfindlich der Körper der Gebärenden auf alles Ungewohnte reagiert.

 

Wozu Hebammen?

Prof. Abu-Dakn sagt es im Video: man weiß bereits, dass eine Geburt für eine Frau weniger schmerzhaft ist, sie weniger Medikamente braucht und in der Folge weniger Interventionen notwendig sind, wenn sie durch eine Hebamme während der Geburt begleitet wird. Im besten Fall wird sie 1:1 von einer Hebamme über die gesamte Dauer der Geburt betreut. Eine solche Betreuung ist derzeit nur in der Hausgeburt möglich. Daher schauen wir auch, was in einer Hausgeburt anders läuft und wie Frauen eine solche im Gegensatz zu einer Klinikgeburt erlebten.

Es gibt sicher einiges, was man von Hausgeburten lernen kann und in die Klinik implementieren könnte.

„Zur Zeit bringen in der BRD und Österreich nicht viel mehr als 5% der Frauen ihre Kinder ohne eine der obskuren geburtsmedizinischen Prozeduren zur Welt, obwohl bei den gegebenen Verhältnissen zumindest 95% spontan und autonom gebären könnten

und in höchstens 5% geburtsmedizinische Maßnahmen vonnöten wären.

 

Was 90% der Frauen als medizinische Erleichterung vorgegaukelt wird, ist nicht nur überflüssig, sondern auch als prekär und schädlich zu betrachten.“

(Zitat A. Rockenschaub, Gebären ohne Aberglauben, Facultas Universitätsverlag, Wien, 2005, 3. Auflage, S.1)

 

Prof. Dr. Alfred Rockenschaub leitete von 1965 bis 1985 die Ignaz Semmelweis Frauenklinik in Wien

mit einer Kaiserschnittrate von etwas mehr nur als 1% in dieser Zeit.

Mein Ziel ist es, mit diesem Film ein Standardwerk herzustellen, welches den aktuellen Stand der Wissenschaft abbildet. Erst, wenn die ganz normale Bevölkerung über die physiologischen Abläufe der Geburt und ihre Störungen Bescheid weiß, wird Druck auf die Schulmedizin entstehen können, damit wissenschaftliche Erkenntnisse (und manche sind schon 50 Jahre alt und stimmen immer noch) auch in die Ausbildung der Mediziner einfließen. Denn klinische Geburtshelfer haben in ihrer Ausbildung nie die Chance, eine völlig interventionsfreie Geburt überhaupt zu erleben.

Mein Wunsch ist, dass auch viele Mediziner in Ausbildung sich den Film ansehen.

 

Daher freut es mich besonders, dass wir neben Hebammen so viele kompetente Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interviewen durften. Wir haben so ziemlich alle Key-Speaker aus der Branche interviewt. Daneben sprechen Menschen aus angrenzenden Bereichen der Psychologie, und Frauen, die über ihre Geburten erzählen, ergänzen das ganzheitliche Bild.

 

Die fachlichen und die emotionalen Interviews werden im Film durch 3D-Animation, die die physiologischen Vorgänge darstellen werden, und durch Zeichentrick-Animation ergänzt.

Worum geht es in dem Film?

Wir wissen:

Je weniger eine Gebärende individuell von einer Hebamme (oder Doula) betreut werden kann, desto höher die Interventionsrate.

 

Der Film zeigt die Folgen zunehmender Geburtsinterventionen auf den Geburtsverlauf und die langjährigen körperlichen und psychischen Folgen für Mutter und Kind auf.

 

Er verdeutlicht, wie der Mangel an Hebammen, der durch die Anhebung der Versicherungspauschalen bereits eingetroffen ist,

immer mehr zu sogenannten “kontrollierten Geburten” zu Kernzeiten führt – und so zu einem starken Anstieg von Interventionen.

 

Er zeigt, welcher volkswirtschaftliche Schaden durch die Spätschäden der Interventionen entstehen wird.

 

Es wird erklärt und gezeigt, was wir heute bereits darüber wissen, wie eine Geburt für Mutter und Kind am sichersten abläuft.

 

Hebammen aus Klinikalltag, Geburtshaus und Hausgeburt, Geburtsmediziner- /innen und Forscher-/innen aus den relevanten Bereichen kommen zu Wort und erklären:

den natürlichen physiologischen Geburtsvorgangwodurch die hormonellen Geburtsabläufe durch Interventionen gestört werdenwarum klinische Routineuntersuchungen in Notkaiserschnitten enden könnenwarum für das Kind eine vaginale Geburt immunologisch so wichtig istwo sich die Geburtsbegleitung von Hebammen und die Medizin ergänzen kannwohin sich die Geburtsbegleitung entwickeln kannwie bereits die Ausbildung von Geburtshelfern verbessert werden könnte.

 

Warum ein solcher Film?

Für die Veränderung der Geburtskultur in Deutschland.

Zur Information, denn viele werdende Mütter gehen schlecht informiert in die Geburt.

Als Aufklärung darüber, wie die Art, wie wir geboren werden, die Zukunft unserer Gesellschaft ausmacht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was kostet der Film und wie wird er finanziert? Bitte auf der Seite Finanzierung lesen

Filmemachen ist sehr viel Arbeit und kostet sehr viel Geld, was sich kaum jemand vorstellen kann, der nicht schon einmal selbst einen Film hergestellt hat: (....)

 

Warum wurde der Film unabhängig produziert ?

Niemand aus dem Berufsleben außerhalb der Filmbranche weiß, wie verzwickt es in dieser zugeht. Daher möchte ich das gerne an dieser Stelle erläutern.

Die Unabhängigkeit des Projektes hat 2 Gründe. Der erste Grund ist, dass ich niemanden in der Branche kenne, mich selbst eingeschlossen, der wirklich seinen Film in Kooperation mit einer Fernsehredaktion machen konnte. Es gibt aber sicher Ausnahmen. Ich wollte das Risiko nicht eingehen, in der Abhängigkeit eines Redakteurs/einer Redakteurin Dinge anders darstellen zu müssen, weil sie nicht deren Meinung entspricht. Der Film soll ja Erkenntnisse darstellen und nicht Meinungen.

 

Um keine Zweifel aufkommen zu lassen: möchten wir an dieser Stelle betonen, dass die Notfallmedizin, Kaiserschnitt und intensive Versorgungsmedizin in der Geburtshilfe ein Segen sind für alle Mütter und Kinder, die sie benötigen. Wir hoffen, dass der Film einen Anstoß gibt, die Ausbildungen von Geburtsmedizinern als auch von Hebammen auf Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aufzufrischen und gegebenenfalls zu verändern. Der Film soll im besten Fall ein Standardwerk werden, das den Stand der aktuellen Wissenschaft abbildet. Er soll eine leicht zugängliche und fundierte Informationsquelle für werdende Eltern, Hebammen und Mediziner sein. Wir hoffen, dass die Politik sich eingehend informiert, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Herzliche Grüße,  Eure Carola Hauck und Hans-Peter Eckardt

Der zweite Grund: Medienpolitik ...

Filmförderung hätte das Projekt nur bekommen, hätte ich einen Vertrag mit einem Sender oder einen Kinoverleiher (von der sogenannten weißen Liste, die die Filmförderanstalten herausgeben) vorgelegt.

In beiden Fällen wäre der Vertrieb der DVD erst nach einer Frist von mindestens einem Jahr oder länger möglich gewesen. Das wollte ich nicht. Der Film soll direkt nach Fertigstellung allen zur Verfügung stehen.

Nun ist es natürlich reizvoll, einen Film im Fernsehen zu haben. Leider sieht die Realität so aus, dass es für einen Dokumentarfilm der geplanten Länge (120 Minuten) keinen Sendeplatz gibt, nur zu Themenabenden und dann auch nur Spätabends unter der Woche. Danach steht der Film ein bis zwei Wochen in der Mediathek. Inzwischen sind findige Hacker in der Lage, Filme aus der Mediathek zu kopieren. Oder sie nehmen ihn gleich bei der Ausstrahlung auf. Der Film landet im Netz und steht dann kostenlos zur Verfügung - mit dem Logo des Senders. Die Sender unternehmen nichts dagegen, denn es ist für sie Werbung und er Film ist in ihren Augen ja bezahlt. Auch, wenn die Sender große Rechtsabteilungen haben, denen es ein Leichtes wäre, gegen einen solchen Diebstahl vorzugehen, überlassen sie es dem Filmemacher, sich dieser Angelegenheit anzunehmen. Kein Filmemacher kann sich das leisten.

Für die Rechte, den Film auszustrahlen und ihn in die Mediathek zu stellen beteiligt sich ein Sender bei den oben angegebenen Produktionskosten in Höhe von rund 30.000 €. Die Chance, dass er danach kostenfrei im Netz steht ist sehr hoch. Danach könnte ich nie mein Team bezahlen. Wie jeder andere Mensch auch, wollen mein Team und ich für unsere Arbeit auch bezahlt werden, und wenn es nur symbolisch wäre, gemessen an der tatsächlich geleisteten Arbeit.

Aus diesem Grund werde ich den Film im Kino und über DVD und Streaming (VoD) selbst vertreiben.

 

Ein Vertrag mit einem Kinoverleiher hätte ähnliche Konsequenzen. Auch hier wäre der DVD Verkauf und das Streaming erst einmal blockiert.

Wer noch tiefer ins Thema einsteigen will, kann auf der Webseite meines unseres ersten gemeinsamen Kinofilmes dazu mehr lesen: www.tisch-no6.de

 

Vielleicht wird ein Drei- oder Vierteiler für einen Sender gemacht, unter der Voraussetzung, ein Sender möchte das Thema, und ohne Blockade der Kinofassung.

 

Wer einen tieferen Einblick in die Medienpolitik hinsichtlich Dokumentarfilmen bekommen möchte, empfehle ich diesen Artikel: http://www.medienpolitik.net/2015/12/filmpolitikdokumentarfilme-sind-oft-nur-luckenfuller/

 

 

"Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit ihren Schwächsten umgeht."

(Zitat Altbundeskanzler Dr. Helmut Kohl frei nach Mahatma Gandhi)

 

Zivilgesellschaften messen ihre Fortschrittlichkeit am Grad der in ihnen ausgeübten Humanität.

 

So folgt logisch, dass diese Gesellschaften ebendiese Fortschrittlichkeit und Zukunftsfähigkeit anhand des Umgangs mit den aller schwächsten jeder Gesellschaft messen lassen müssen:

den Frauen und Kindern vor, während und nach einer Geburt.

Mutter und Kind während der Geburt gehören zu den Hilfsbedürftigsten einer Gesellschaft, und sind doch gleichzeitig deren Zukunft.