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Finanzierung

Warum unabhängig?
„Filmemachen ist sehr viel Arbeit und kostet sehr viel Geld, was sich kaum jemand vorstellen kann, der nicht schon einmal selbst einen Film hergestellt hat“

 

Niemand aus dem Berufsleben außerhalb der Filmbranche weiß, wie verzwickt es in dieser zugeht. Daher möchte ich das gerne an dieser Stelle erläutern.

Die Unabhängigkeit des Projektes hat 2 Gründe. Der erste Grund ist, dass ich niemanden in der Branche kenne, mich selbst eingeschlossen, der wirklich seinen Film in Kooperation mit einer Fernsehredaktion machen konnte. Es gibt aber sicher Ausnahmen. Ich wollte das Risiko nicht eingehen, in der Abhängigkeit eines Redakteurs/einer Redakteurin Dinge anders darstellen zu müssen, weil sie nicht deren Meinung entspricht. Der Film soll ja Erkenntnisse darstellen und nicht Meinungen.

Der zweite Grund: Medienpolitik …

Filmförderung hätte das Projekt nur bekommen, hätte ich einen Vertrag mit einem Sender oder einen Kinoverleiher (von der sogenannten weißen Liste, die die Filmförderanstalten herausgeben) vorgelegt.

In beiden Fällen wäre der Vertrieb der DVD erst nach einer Frist von mindestens einem Jahr oder länger möglich gewesen. Das wollte ich nicht. Der Film soll direkt nach Fertigstellung allen zur Verfügung stehen.

Nun ist es natürlich reizvoll, einen Film im Fernsehen zu haben. Leider sieht die Realität so aus, dass es für einen Dokumentarfilm der geplanten Länge (120 Minuten) keinen Sendeplatz gibt, nur zu Themenabenden und dann auch nur Spätabends unter der Woche. Danach steht der Film ein bis zwei Wochen in der Mediathek. Inzwischen sind findige Hacker in der Lage, Filme aus der Mediathek zu kopieren. Oder sie nehmen ihn gleich bei der Ausstrahlung auf. Der Film landet im Netz und steht dann kostenlos zur Verfügung – mit dem Logo des Senders. Die Sender unternehmen nichts dagegen, denn es ist für sie Werbung und er Film ist in ihren Augen ja bezahlt. Auch, wenn die Sender große Rechtsabteilungen haben, denen es ein Leichtes wäre, gegen einen solchen Diebstahl vorzugehen, überlassen sie es dem Filmemacher, sich dieser Angelegenheit anzunehmen. Kein Filmemacher kann sich das leisten.

Für die Rechte, den Film auszustrahlen und ihn in die Mediathek zu stellen beteiligt sich ein Sender bei den oben angegebenen Produktionskosten in Höhe von rund 30.000 €. Die Chance, dass er danach kostenfrei im Netz steht ist sehr hoch. Danach könnte ich nie mein Team bezahlen. Wie jeder andere Mensch auch, wollen mein Team und ich für unsere Arbeit auch bezahlt werden, und wenn es nur symbolisch wäre, gemessen an der tatsächlich geleisteten Arbeit.

Aus diesem Grund werde ich den Film im Kino und über DVD und Streaming (VoD) selbst vertreiben.

Ein Vertrag mit einem Kinoverleiher hätte ähnliche Konsequenzen. Auch hier wäre der DVD Verkauf und das Streaming erst einmal blockiert.

Wer noch tiefer ins Thema einsteigen will, kann auf der Webseite meines unseres ersten gemeinsamen Kinofilmes dazu mehr lesen:

→ www.tisch-no6.de

Vielleicht wird ein Drei- oder Vierteiler für einen Sender gemacht, unter der Voraussetzung, ein Sender möchte das Thema, und ohne Blockade der Kinofassung.

Wer einen tieferen Einblick in die Medienpolitik hinsichtlich Dokumentarfilmen bekommen möchte, empfehle ich diesen Artikel:

→ http://www.medienpolitik.net/2015/12/filmpolitikdokumentarfilme-sind-oft-nur-luckenfuller/

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