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Presse

Pressemitteilung

BERLIN. Kino-Premiere Dokumentarfilm „Die sichere Geburt – Wozu Hebammen?“. 11.06.2017

Wie wir geboren werden, beeinflusst nachhaltig unser Leben. Die Filmemacherin Carola Hauck geht daher in ihrem Film „Die sichere Geburt“ der Frage nach, wie ein guter Start ins Leben aussehen kann und was eine Geburt sicher macht.

Diese Frage ist umso drängender, da sich die Geburtshilfe in Deutschland stark verändert. Immer weniger wird der Fokus auf die persönliche Betreuung gelegt. Die Presse berichtet von überfüllten Kreißsälen und gestresstem Personal. Viele Hebammen verlassen den Beruf, so viele, dass in Deutschland inzwischen ein Hebammenmangel herrscht. Diese Unterversorgung trifft Schwangere, Gebärende und jungen Familien meist unvermittelt.

Technische und medikamentöse Interventionen prägen inzwischen Schwangerschaft und Geburt. Oft mit negativen körperlichen und psychischen Auswirkungen auf Mutter und Kind! Die Ausrichtung auf Effizienz und Wirtschaftlichkeit verhindern die Wahrnehmung von Schwangerschaft und Geburt als einen natürlichen Prozess.

Um zu erfahren, welche Auswirkung diese Entwicklung hat, interviewte Carola Hauck über zwei Jahre Ärzte und Wissenschaftler*innen, Psychologen und Hebammen, aber auch Frauen, die über ihre Geburten erzählen, kommen zu Wort. Hauck vermittelt bisher wenig bekannte Fakten darüber, was eine physiologische sichere Geburt eigentlich ausmacht. Physiologische Vorgänge werden mit medizinisch-wissenschaftlichen Illustrationen anschaulich erläutert. In Zeichentrick-Sequenzen wird der inzwischen zu Routine gewordene Ablauf einer Klinikgeburt karikiert.

Damit will Hauck das Wissen über die physiologischen Zusammenhänge von Geburt verständlich machen und bei Laien, Müttern als auch beim Fachpersonal wieder in den Fokus setzten. Denn bereits die Kenntnis über körperliche Vorgänge vermindert die Angst und in der Folge auch viele Interventionen.

Mit der Kino-Tournee und den angeschlossenen Podiumsdiskussionen soll so insbesondere im Wahljahr 2017, das Thema Geburt mehr in das öffentliche Interesse gerückt werden, über die Folgen für Mütter und Kinder aufgeklärt und Anregungen für Lösungen gegeben werden.

„Wir müssen uns als Gesellschaft überlegen, was für einen Start ins Leben wir unseren Kindern ermöglichen wollen. Und dann müssen wir danach handeln.“ so Carola Hauck.

Hauck geht mit diesem Kinodokumentarfilm neue eigene Wege. Um unabhängig von redaktionellen oder monetären Senderbeteiligungen oder Fördergeldern zu sein, wurde der Film und die Kino-Tournee ausschließlich über Crowdfunding, Spenden und Logoplatzierungen finanziert. Vermutlich erstmalig in Deutschland bei einer Filmlänge von 128 Minuten. Der Film ist im Eigenverleih.

Die Welturaufführung fand am 1.6.2017 in München statt.

Die Premiere fand in Berlin am 11.6.2017 um 14.30 Uhr im Arsenal-Kino (Potsdamer Straße 2) statt.

Pressemappe (link)

Hier finden Sie Pressematerial wie Pressefotos, das Plakat und Texte zum Download:

→ Pressemappe (dropbox)

→ Sichtungslink anfragen über das Kontaktformular

Review

Hier finden Sie links zu bereits veröffentlichten Presseberichten:

→ Himbeermagazin

→ Kampagne Normale Geburt e.V.

→ Adelene: Erstausgabe auf Seite 14 f.

Stimmen zum Film

“Gratulation und vollen Respekt für diese wundervolle Arbeit! (…) Es war ein sehr berührender und inspirierender Abend. Der Film wird wesentlich mithelfen, die Geburtshilfe in Deutschland zu verbessern, da bin ich mir sicher. Leider vergaß ich in dem Trubel gestern, mich auch noch bei den Frauen zu bedanken, die sich so mutig in diesem Film geöffnet, und sich gezeigt haben für genau diesen Zweck.” Marlene Ottinger, Hebamme aus Grafing

“Ich wünsche mir, dass dieser Film Pflich wird in der Ausbildung der ärztlichen Geburtshelfer und Hebammen.” Dr. Christoph Atzl, OA Geburtshilfe, LKH Feldkirch, Österreich

“Beim Anschauen des Filmes ist mir eine Aussage des Psychoanalytikers Arno Gruen (2000) sehr präsent vor Augen getreten: Je mehr Wert eine Gesellschaft auf äußere Sicherheit legt, um so höher steigt innerpersönlich das Gefühl von Unsicherheit. Michel Odent spricht davon, wie wichtig es ist, den Neocortex der Gebärenden nicht zu stimmulieren, sie in Ruhe und Geborgenheit zu lassen. Leider kann oder wird diese Herangehensweise kaum oder gar nicht praktiziert. Genau das zeigt der Film und welche Folgen daraus entstehen: Nämlich die innere Verunsicherung der werdenden Mütter. Dies wird in unterschiedlichsten Beispielen dargestellt. Trotz dieses prikären Themas finde ich, dass der Film nicht polarisiert. Er macht betroffen und ist trotz der zwei Zeitstunden nicht langatmig. Das Thema Frauenrechte, Würde und Würdeverletzung wird spürbar. Ich hoffe und wünsche Frau Hauck und dem Film, dass er gerade im Wahljahr wachrüttelt, und die Diskussion bei den Politiker/innen hoffentlich darin bestärkt, sich grundsätzlich mehr für eine strukturelle und menschliche Veränderung in der Geburtshilfe zu enagieren.”, Paula Diederichs Präsidentin der ISPPM und Leiterin der SchreiBabyAmbulanz Berlin-Mitte

 

“Ein Stück weit durfte ich miterleben, wie der Film “Die sichere Geburt” entstanden ist und hätte mir niemals vorstellen können, was da alles dahintersteckt. Enormes Fachwissen, aber auch Einfühlungsvermögen, um die entsprechenden Interviews überhaupt in dieser Tiefe führen zu können, Kreativität und technisches Know How ohne Ende und eine glühende Leidenschaft für das Thema, um die Kraft und Ausdauer aufbringen zu können, ein so großes Projekt mit allen Höhen und Tiefen durchzuziehen. Darüber hinaus hat Carola Hauck auch die gesamte Finanzierung eines Betrages in Höhe eines Einfamilienhauses auf die Beine gestellt.

Der Film zeigt auf, wie wichtig eine natürliche Geburt für einen guten Start in ein gesundes und glückliches Leben ist und wie sich die vielen Manipulationen rund um diesen Vorgang in den Krankenhäusern auf Mutter und Kind auswirken. Darüber hinaus streicht er die Wichtigkeit von Hebammen heraus, die immer weniger werden, weil ihnen die Ausübung ihres Berufes zunehmend erschwert wird. So ist eine optimale Betreuung von Mutter und Kind rund um die Geburt in der gewohnten Umgegung, evtl. auch im Rahmen einer Hausgeburt, oft nicht mehr gewährleistet.

Das Thema des Films geht wirklich alle an und die Informationen die er enthält, müssen aus meiner Sicht unbedingt verbreitet werden.”, Alexandra Stross, Autorin